Ausgangssituation:
Die Herausforderung bestand darin, dass die bisherigen Geschäftsprozesse aufgrund der sehr unterschiedlichen Produkte unterschiedlich definiert waren. Deshalb setzte die Geschäftsführung ein Projekt auf, das die Gesamtprozesse analysieren und auf eine gemeinsame Basis stellen sollte. Die Aufgabe der MAM-Consultants war hierbei, den Projektleiter, das Projektteam und das Management bei der Neudefinition und Implementierung des gemeinsamen Produktentstehungsprozesses (PEP) zu unterstützen.
Vorgehen:
Zusammen mit dem internen Projektteam wurde eine Ist-Analyse der Schnittstellenprozesse des PEP erstellt. Danach wurden mit den Fachbereichen in mehreren moderierten Workshops die derzeit gelebten Prozesse reflektiert und die Mängel bzw. Schnittstellenprobleme protokolliert. Dabei wurden besonders die Schnittstellen zwischen den Fachbereichen betrachtet, die einen wesentlichen Input im PEP leisten müssen (Einkauf, Technik, Vertrieb, Produktion, usw.) oder sich am Output orientieren müssen (Logistik, Marketing, Produktion, After Sales, Qualität usw.). Eine der Fragen war: Wie gut funktioniert jeweils die Zusammenarbeit und das Informationsmanagement? Parallel dazu prüften die Fachbereiche die eigenen Geschäftsprozesse auf Nutzen und Optimierungsmöglichkeiten. Besonders wichtig war dabei, die kundenbezogenen Geschäftsprozesse (z. B. Auftragsabwicklungs-, Service-, Vertriebsprozess, usw.) sowie die intern zwischen den Fachbereichen wirkenden Geschäftsprozesse (z. B. Strategieplanungs-, Controlling-, Produktentwicklungs-, Personalmanagementprozess, usw.) bezüglich der Schnittstellen zum PEP zu bearbeiten. Konkret wurden die im PEP anfallenden Aufgaben nach dem chronologischen Prinzip (was muss zuerst erledigt werden = Voraussetzung für folgende Aufgaben) gesammelt und einem Fachbereich zugeordnet nach dem Gedankenmuster Input (von wem?)-Unterprozess-Output (an wen?). Zur Hilfe wurde anfangs das 4-Phasen-Modell des Projektmanagements (Definition-Konzeption-Realisierung-Abschluss) verwendet, da die endgültigen Phasen des PEP’s zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Unternehmen abgestimmt waren. Später wurden die Phasen und Meilensteine auf die Rahmenbedingungen des Unternehmens spezifisch ausgerichtet. Im nächsten Schritt wurden die wichtigsten erkennbaren Prozessphasen benannt und mit den Aufgaben, Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten verknüpft. Parallel zur neuen Prozessdefinition wurde ein neues Projektmanagementsystem entwickelt, inklusive Rollenmodell und Dokumenten.
Umsetzung:
Nach der Neubeschreibung der Prozesse und Verabschiedung durch die Geschäftsführung wurden alle Mitarbeiter in Workshops geschult, um einen möglichst hohen Wirkungsgrad zu erzielen. In den Schulungen wurde den Teilnehmern an einem konkreten Fallbeispiel der gesamte PEP im unternehmerischen Gesamtkontext dargestellt.