Coaching reaktiviert Ressourcen zur ganzheitlichen persönlichen Weiterentwicklung als Führungskraft
Den meisten Führungskräften ist bewusst, dass sie oft an ihre persönlichen Grenzen stoßen, wenn sie unter großer Belastung stehen. Die Frage lautet, wie verwirkliche ich als Führungskraft die gesetzten Ziele und was kann ich tun, um den Erfolg auch in herausfordernden Situationen in greifbare Nähe zu rücken? Erfolg entspringt der Fähigkeit, das Bewusstsein und die persönlichen Einstellungen so zu entwickeln, dass die angestrebten Ziele erreichbar werden. Sich diesem immer stärker bewusst, wird Coaching in der Wirtschaft heutzutage von Topmanagern, Führungskräften aller Ebenen, verstärkt auch von Direktoren und Verwaltungsbeamten aus dem öffentlichen Dienst in Anspruch genommen. Doch letztlich ist nicht die Position für das Bedürfnis eines Coachings verantwortlich, sondern vielmehr die Situation in der sich Menschen befinden, die mehr oder minder gemeinsam haben, dass sie enorme inhaltliche, personelle oder finanzielle Verantwortung tragen, mit jeder Entscheidung automatisch eine Entscheidung gegen etwas treffen und damit in persönliche Konflikte und Wertproblematiken geraten, extrem flexibel auf Veränderungen reagieren müssen und damit krisenzugänglich sind, deren Aufgabe die Entwicklung von einzelnen Menschen sowie Teams ist und die soziale Netzwerke innerhalb ihrer privaten und beruflichen Umwelt bilden sollten.
Es wird deutlich, wie die Komplexität unseres Lebens uns zu einer differenzierten Betrachtung von Problemen drängt. So ist es durchaus ein Unterschied, ob Sie als Führungskraft nur ein aktuelles Problem aufarbeiten oder ob Sie sich persönlich weiter entwickeln wollen. Sie können jetzt die Frage stellen: Ist das Lösen eines aktuellen Problems denn keine persönliche Entwicklung? Doch das ist es - aber wenn das Problem gelöst ist, enden oft unsere Entwicklungs-Bemühungen. Wir denken in unserer Zeitnot erst dann wieder darüber nach, wenn das nächste Problem an unsere Tür klopft! Dann kostet uns das Lösen dieser Aufgabe wieder sehr viel Zeit, die Ihnen als Führungskraft oftmals nicht gegeben wird. Auf diese Weise entsteht mentaler Druck. Somit sollte neben dem aktuellen Problem die persönliche Weiterentwicklung des Menschen und damit auch des Menschen als Führungskraft im Vordergrund stehen. Doch damit dies geschieht, brauchen sie Stimulation, die unbewusste Wahrnehmungsschranken durchdringt und alte Überzeugungen herausfordert. Wer sich als Person und Führungskraft weiter entwickeln möchte, muss sich Bezugspersonen und eine Umwelt schaffen, die zum Nachdenken und zur Überprüfung eigener Vorannahmen anregen. Vor diesem Hintergrund schafft Coaching die Herausforderungen, die tief greifende Reflektion und nachhaltige Verhaltensänderung ermöglicht.
Sinn und Zweck des Coaching – und das ist ganz wichtig – ist damit nicht Reparatur, sondern die Entwicklung von eigenen, in der Person vorhandenen Ressourcen. Sie werden in Ihrer ganz individuellen Entwicklung unterstützt, sie definieren sich eigene Wege, die sie authentisch und erfolgreich sein lassen.
Was kann Coaching wirklich bewirken?
In einer 2001 durchgeführten Studie zum Return on Investment on Coaching durch Metrix Global wurden beeindruckende Belege für die Wirksamkeit von Coaching gefunden. Grundlage der Studie war die Befragung von 43 Führungskräften einer Fortune 500 Company nach einer mehrmonatigen Coachinginitiative. Solche und auch eigens durchgeführte Studien zeigen auf, was notwendig ist, damit Verhaltensänderung nachweisbar wird. Um den aufgeführten Nutzen des Coachings für Führungskräfte wirkungsvoll zur Entfaltung kommen zu lassen, haben wir auf Basis unserer Erfahrungen aus Wissenschaft und Praxis im Jahre 2002 damit begonnen, ein eigenes ganzheitliches und in sich geschlossenes Coachingprogramm – den LeadershipCircle - speziell für Führungskräfte zu entwickeln. Seit nunmehr fast vier Jahren setzen wir den LeadershipCircle erfolgreich ein. Die Evaluationsergebnisse der letzten 4 Jahre beweisen, bedeutende Denk- und Verhaltensänderungen bei den Führungskräften sowie positive Auswirkungen in deren Organisationen können nachgewiesen werden und es wird weiterhin deutlich, die Veränderungen sind anhaltend und entsprechend tief greifend.
Was sind die entscheidenden Faktoren?
- Den eigenen Weg finden. Systeme und Beziehungen verhalten sich dynamisch und sind auf ihre Art nicht prognostizierbar. Eine Führungskraft muss lernen zu beobachten und alle Wechselwirkungen im System richtig zu deuten und zu verstehen. „Gute“ Führung kann nicht einfach nur das Erlernen von Methodenwissen oder das Kopieren von Vorbildern bedeuten, sondern es gilt, ein eigenes Führungsverständnis und eigenen Führungsstil anhand bedeutender Erkenntnisse im Umgang mit Menschen und Organisationen zu finden, zu reflektieren und zu entwickeln.
- Verschiedene Lernmöglichkeiten führen zu ganzheitlicher Entwicklung. Dazu gehören professionelle Unterstützung, kollegiale Unterstützung, Auseinandersetzung in der Gruppe und mit sich selbst.
- Begleitung bei der Umsetzung eigener Vorhaben in der Praxis. Dadurch werden Menschen mutig, probieren sich aus und reflektieren nachhaltiger.
Dr. Katrin Hinzdorf & Nadjeschda Hebenstreit
